Café Irrlicht - das Waldcafé an der Wupper

Café Irrlicht Pressespiegel

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Kölner Stadt-Anzeiger

02.10.03, 07:22h

Historisches Haus verfällt

Die Stadt sucht einen Investor für das Waldhaus Römer.

Vogelschutz ist nicht gleich Denkmalschutz. Das zeigt sich deutlich am Verfall des denkmalgeschützten Waldhauses Römer an der Wupper in Opladen. Seit 1958 hat der Leverkusener Verein für Vogelschutz hier seinen Sitz. Miete brauchen die Vogelschützer an die Stadt nicht zu zahlen. Wohl aber sind sie an die städtische Auflage gebunden, alle Maßnahmen zur Instandhaltung des ehemaligen Wochenend- und Ferienhauses der Familie Römer auf eigene Kosten durchzuführen. Doch seit Jahren kümmert sich keiner mehr um das Haus. Laut Stadtverwaltung ist der Verein finanziell nicht in der Lage, seinen Verpflichtungen nachzukommen.

Anfang August schlugen die Grünen in Leverkusen Alarm, da das Gebäude zusehends verfällt. Dazu kommen Vandalismus und wild entsorgter Müll in der Außenanlage. Auch im Innenbereich des Hauses ist eine Sanierung unumgänglich. In ihrem Antrag regten die Grünen an, dass die Stadt nach Investoren sucht, die für die Kosten der Sanierung aufkommen und eine, so die Grünen „sinnvolle Nutzung gewährleisten.“ In der jüngsten Sitzung der Bezirksvertretung II legte die Verwaltung nun einen Bericht vor. Demnach würde die Instandsetzung samt Schwammsanierung nach Kostenschätzung eines Ingenieurbüros rund 88 000 Euro kosten. Da aber außer den sichtbaren noch weitere Bauschäden zu erwarten seien, könne man davon ausgehen, dass sich die Kosten sogar noch erhöhen.

Unverständnis zeigte Christdemokratin Irmgard von Styp-Rekowski. Ihrer Ansicht nach ist der Verein in der Pflicht, die Stadt müsse das Gebäude nicht um jeden Preis retten. Laut Verwaltung können die Vogelschützer jedoch nicht für den Schaden aufkommen. Auch eine Miete, die nach der Sanierung fällig wäre, könne der Verein nicht bezahlen. Die Verwaltung strebt nun die Sanierung durch einen Investor an. Derzeit werde geklärt, welche Nutzungsarten in Frage kommen. (JAN)

 


Kölner Stadt-Anzeiger

08.06.05, 07:21h

Geld spielt eine große Rolle

VON THOMAS ESCH

Das Waldhaus Römer wird vor dem endgültigen Verfall gerettet - so sieht es jedenfalls aus.

Einmal mehr stand es auf der politischen Tagesordnung: das Wochenend- und Ferienhaus der ehemaligen Industriellen-Familie Römer am Wupperufer in Opladen, landläufig als „Waldhaus Römer“ oder „Haus Berlepsch“ bekannt. Diesmal hat die Fraktion Pro Opladen die Initiative ergriffen und beantragt, dass das Häuschen, viele Jahrzehnte Domizil der Opladener Vogelschützer, vor dem Zerfall gerettet werden soll. Doch denen ging es wie dem Opladener Geschichtsverein, der schon einmal Interesse an dem Gebäude bekundet hatte: Das liebe Geld für die dringend notwendige Sanierung fehlt. Geld spielte auch eine große Rolle in der jüngsten Sitzung des Leverkusener Bauausschusses, in der der Antrag von Pro Opladen auf der Tagesordnung stand. Immerhin mit rund 88 000 Euro Sanierungskosten rechnet die Stadt, wie Baudezernent Hans-Eckart Krajewski unterstrich. Dass Pro Opladen bei ihm offene Türen einrennt, auch das hob er hervor. Und zeichnete die nähere Zukunft des Häuschens im Grünen. Danach soll in Kürze damit begonnen werden, den Hausschwamm, der sich im alten Gemäuer festgesetzt hat, den Garaus zu machen. Das kostet alleine 28 000 Euro. Für solcherlei Grundarbeiten habe, so Krajewski, die Stadt Zuschüsse beim Land beantragt - eine Maßnahme, die auch Pro Opladen gefordert hatte. Der Beigeordnete berichtete, dass es mittlerweile einen Kaufinteressenten gebe. Der müsse dann selbst für die weitere Sanierung des Gebäudes Sorge tragen. Was er dazu aufwenden müsse, werde mit dem Kaufpreis verrechnet: „Die Stadt wird also keinen Gewinn machen.“ Gewonnen ist offenbar aber der Erhalt des historischen Häuschens.

Bauchschmerzen in der Runde der Politiker hatte lediglich Wolfgang Blümel. Der FDP-Mann fragte, ob es sich bei der Sanierung nicht um eine freiwillige Ausgabe handele, die der Stadt doch angesichts der prekären Haushaltslage verboten sei. Krajewski stellte klar: „Wenn es nicht saniert wird, zerfällt es.“ Und damit wäre dann auch der Wert dieser wenn auch kleinen Immobilie der Stadt verloren gegangen.

 


Stadt LeverkusenStadt Leverkusen

7-06

»Denkmal des Monats«

Vom Wochendhaus zum Baudenkmal

Ansicht Waldhaus Römer
Ansicht Waldhaus Römer

Idyllisch im Auenwald der Wupper in Leverkusen-Opladen liegt das im Jahr 1915 erbaute Waldhaus Römer. Im Fachwerkstil errichtet, diente es seinen Erbauern, der Fabrikantenfamilie Römer, als Wochendend-, Jagd- und Teehaus.

Unternehmer Max Römer betrieb an der Wupper eine Färberei. Die heutige "Villa Römer" auf dem angrenzenden Frankenberg war der imposante Wohnsitz der Familie. Die Villa, der zugehörige Landschaftspark mit Parkhaus und Brunnen, ein großes Gewächshaus, ein Haus für die Bediensteten, ein Zufahrtsportal und die Fabrikanlagen an der Wupper bildeten das Anwesen der Fabrikantenfamilie, zu dem auch das Waldhaus Römer gehörte.  

Einige Jahre später, nach dem altersbedingten Rückzug des Fabrikanten Römer aus der Färberei und dem Wegzug der Familie nach Stuttgart im Jahr 1923, wechselte die Nutzung des kleinen Waldhauses unterhalb des Köschenberges. In den 30er Jahren ging das Gebäude in öffentlichen Besitz über.   

Es diente unter anderem als Schäferwohnhaus, Unterkunft für Kriegsgeschädigte und als "Haus Berlepsch", als Haus des Vereins für Vogelschutz Opladen.  

Das eingeschossige Fachwerkhaus erhielt in den 60er Jahren einen spiegelbildgleichen Anbau. 1999 wurde es als Baudenkmal in die Denkmalliste der Stadt eingetragen.

  

Käufer gesucht

Sanierung im Inneren
Sanierung im Inneren, augenfällig der große offene Kamin
anno 1915 aus Terrazzo-Stein mit Inschrift.

Der Rheinische Verein für Denkmalpflege und Landschaftsschutz, Ortsverband Köln, hat das Waldhaus Römer jetzt zum Denkmal des Monats Juli gekürt.

Zumal: Die Zukunft des Hauses ist ungewiß. Zur Zeit lässt die Stadt wesentliche Teile des Gebäudes sanieren. Feuchtigkeitsschäden und dem aggressiven Hausschwamm wird so zu Leibe gerückt. Allerdings bleibt noch viel zu tun. Die Stadt sucht einen Käufer für das Waldhaus, wobei unterschiedliche Nutzungen vorstellbar sind.

Nur so kann das Denkmal für die Menschen erhalten bleiben und Zeugnis geben vom Einfluss einer bedeutenden Industriellenfamilie auf die Opladener Stadtgeschichte.

 


Kölner Stadt-Anzeiger

04.01.07, 17:42h

Der Schwamm ist heraus

VON HARTMUT ZITZEN

Opladen - Seit fast 100 Jahren steht das Fachwerkhäuschen in idyllischer Lage am Wupperufer. Und bis vor kurzem standen die Chancen mehr als schlecht, dass der 1915 errichtete Wochenendsitz des damaligen Fabrikanten Max Römer auch nur ein weiteres Jahrzehnt überdauert hätte. Durch das seit langem undichte Dach hatten Regen, Schnee und Frost den Holzbalken und Ziegelsteinen arg zugesetzt; zuletzt hatte sich sogar der Schwamm breit gemacht. Das für die Sanierung notwendige Geld schien sich nirgendwo auftreiben zu lassen - jedenfalls nicht beim letzten Nutzer, dem Opladener Verein für Vogelschutz. Der hatte sich in seinem Pachtvertrag mit der Stadt zwar verpflichtet, das unter Denkmalschutz stehende Waldhaus in Schuss zu halten, war aber an Aufwand und Kosten gescheitert. Die Stadt als Eigentümer hatte sich aufgrund der kritischen Haushaltslage ebenfalls lange bedeckt gehalten.

Bis sich der Bauausschuss Mitte 2005 erbarmte und auf Antrag von Pro Opladen beschloss, wenigstens gegen den Schwamm vorzugehen. Schließlich stelle das Gebäude immer noch einen Wert dar, der aber verloren ginge, wenn man es verrotten ließe, waren die Politiker sich einig. Schon damals hatte Hans-Eckart Krajewski, seinerzeit noch Baudezernent, darauf hingewiesen, dass er bereits einen Zuschuss beim Land beantragt habe. Der ist inzwischen auch geflossen, so dass die Stadt nur die halben Kosten der Schwammsanierung in Höhe von knapp 29 000 Euro tragen musste. Um das Waldhaus Römer von Grund auf zu renovieren, sind allerdings noch deutlich höhere Mittel erforderlich - in der Sitzung des Bauausschusses war von fast 90 000 Euro die Rede.

Die kann die Stadt aber nicht aufbringen, weshalb jetzt nach einem Käufer gesucht wird. Mindestens einen ernsthaften Interessenten soll es dem Vernehmen nach auch bereits geben. Offenbar ist auch daran gedacht, den Kaufpreis um die Sanierungskosten zu mindern. Ganz billig dürfte das idyllisch unter Laubbäumen gelegene Häuschen an der Wupper auch auch dann noch nicht sein.

 


Rheinische Post

09.02.2007

Waldcafé an der Wupper

Opladen (RP) Gestern: Pulverschnee bedeckt das Waldhaus Römer wie Puderzucker. Im Hintergrund murmelt die Wupper. Ein paar Vögel singen ihr Lied. Idylle nahe der Stadt. Dieses Fleckchen schönster Natur ist für einen Euro zu verkaufen.

VON ULRICH SCHÜTZ
Idylle pur: das Waldhaus Römer an der Wupper (grob beschrieben: unterhalb des Finanzamtes). Die Gebäude sollen für einen Euro verkauft werden. Eine Opladenerin plant ein Waldcafé, ein Verein ein Vereinshaus. RP-Foto: Uwe Miserius

Das denkmalgeschützte Fachwerk-Ensemble samt Grundstück und Waldbereich gehört der Stadt Leverkusen. Das ehemalige „Wochenendhaus“ steht im Landschaftsschutzgebiet und war bis Ende 2004 an den Vogelschutzverein verpachtet. Der Zustand des Gebäudes erwies sich bei der Rücknahme durch die Stadt als jämmerlich. Zum teilweisen Verfall kam der Hausschwamm. Die gröbsten Schäden sind inzwischen beseitigt. Jetzt will die Stadt Gebäude und 700 Quadratmeter Grundstück für einen Euro verkaufen. Es gibt nur zwei gewerbliche Interessenten, da eine Wohnnutzung für das Waldhaus unzulässig ist.

Als Erwerberin steht beispielsweise eine Opladenerin bereit. Die „Frau mit gastronomischer Erfahrung“ und ihr Lebensgefährte (ein Elektriker) planen in dem Römer-Haus die Eröffnung eines Waldcafés. Möglicherweise bekommt auch der „Kletter-Verein Absturz“ den Zuschlag. Da der Vereinsvorsitzende Schreiner und das Waldhaus umfangreich zu sanieren ist, hätte ein Verkauf an „Absturz“ ebenfalls einen gewissen Charme.

Seit Monaten wird bei der Stadt und in der Politik um die Zukunft des Waldhauses gerungen. Jetzt legte Stadtkämmerer Rainer Häusler den Verkaufsvorschlag in einer Blitzaktion auf die Tische der Ratsfraktionen. Im Finanzausschuss wurde ein Beschluss über den Verkauf in den Stadtrat vertagt.

Einige Ratspolitiker beschweren sich inzwischen, dass sie bei dem Verkauf über den Tisch gezogen werden sollen. Speziell der symbolische Ein-Euro-Kaufpreis verwundert bis erzürnt einige Volksvertreter, zumal die Stadt für die Schwammsanierung noch 20 000 Euro in 2006 zahlen musste.

Einige Politiker zweifeln am Erfolg des Verkaufs. Im Ausschuss wurde etwa nach den Zufahrtswegen zu dem weit von Straßen gelegenen Grundstück Düsseldorfer Straße 90 gefragt. Ein Cafébetrieb müsse schließlich beliefert werden. Und ob alles mit der Abwasserentsorgung (Kleinkläranlage) klappe, mit dem Einbau von Toiletten und anderen für gastronomische Betriebe nötigen Einbauten, bezweifeln ebenfalls Ratsvertreter. Die Denkmalbehörde favorisiert nach Stadtangaben einen Verkauf an die Cafébetreiberin. Die Opladenerin will 120 000 Euro investieren. Allein 80 000 Euro wären für die Haussanierung nötig. Bekommt die Opladenerin (Name der Redaktion bekannt) den Zuschlag, dann könnte eine Café-Eröffnung im Frühsommer erfolgen. Die Experten von der kommunalen Bewertungsstelle kamen für Gebäude und Grundstück zu einem Verkehrswert von rund 70 000 Euro. Da die Instandsetzung mit 140 000 Euro geschätzt wird, sei alles nur einen Euro wert. Am Montag entscheidet der Rat.

 


Kölner Stadt-Anzeiger

20.03.07, 17:55h

„Stadt muss alles für den Erhalt unternehmen“

Opladen - Die Stadt sollte alles tun, um das so genannte Waldhaus Römer, einstiges Feriendomizil der gleichnamigen Industriellenfamilie am Wupperufer, zu erhalten. Und bevor man es aus der Hand gibt und es verkauft, sollte über künftige sinnvolle Nutzungen nachgedacht werden. Das hat Rudolf Sykora, Vorsitzender des Verkehrs- und Verschönerungsvereins Lützenkirchen-Quettingen und vieljähriger Ratsherr, in einem offenen Brief von Oberbürgermeister Ernst Küchler gefordert. Der Rheinische Verein für Denkmalpflege habe erst unlängst das kleine Haus als ein für Leverkusen bedeutendes und einmaliges Objekt eingestuft, das es langfristig zu erhalten gelte, so Sykora. Daher müsse die Stadt Geld für eine Sanierung bereitstellen. Bislang sind nur grundlegende Sicherungsmaßnahmen durchgeführt worden. Sykora warnt davor, das Waldhaus dem Verfall preiszugeben, wie es seiner Meinung nach bewusst im Fall der Neukronenberger Fabrik geschehen sei. Was die Nutzung angehe ist er der Auffassung, man könnte sich mit Institutionen und Gruppierungen einigen, wie beispielsweise mit der Kreisjägerschaft, die dort ihre Waldschule als Dokumentationszentrum einrichten könnte. Allerdings: Ohne städtische Finanzspritze und Sponsorengelder könne kein Träger die Sanierungskosten stemmen. (te)

 


Kölner Stadt-Anzeiger

10.04.07, 18:02h

Ein Café am Ufer der Wupper?

VON JAN STING

Opladen - Das Waldhaus Römer wird derzeit unter erbaupachtrechtlichen Aspekten unter die Lupe genommen. Das kleine Fachwerkhäuschen zwischen Wildblumenpolstern unter hohen Laubbäumen am Lauf der Wupper in Opladen war seitens des Rheinischen Vereins für Denkmalpflege als ein für „Leverkusen einmaliges Objekt“ eingestuft worden. Stadtverwaltung und Politiker haben zwar ein Augenmerk darauf. Allerdings fehlt das Geld. Nur notdürftige Reparaturen schützten bislang vor dem endgültigen Verfall.

Aber jetzt gaben die Vertreter des Stadtbezirks II und der Finanzausschuss grünes Licht für ein ungewöhnliches Modell. Zwei Opladener Caféhaus-Planer möchten im Landschaftsschutz eine Gastronomie eröffnen. Für einen Euro könnten sie das Häuschen, in dem zuletzt der Opladener Verein für Vogelschutz sein Domizil hatte, kaufen. Und müssten es sanieren.

Das 700 Quadratmeter große Grundstück würde die Stadt dann in Erbpacht vermieten. Die Voraussetzungen werden laut Stadtverwaltung derzeit geprüft. Ob das Café genehmigt wird, steht noch nicht fest. Ein Bauantrag wurde noch nicht gestellt, wäre in diesem Fall aber von öffentlichem Belang. Der Beirat für Natur und Umwelt muss zustimmen sowie die Bau- und Umweltbehörden.

 


Rheinische Post

20.05.07

Waldhaus Römer geht an die Caféhaus-Planer

Opladen (US) Das heiß diskutierte Waldhaus Römer an der Wupper in Opladen geht an die Opladener Caféhaus-Planer Martina Schulz und Hannsi Weber. Dies beschlossen gestern die Mitglieder des Finanzausschusses. Die Stadt Leverkusen verkauft das 700 Quadratmeter große Grundstück allerdings nicht, sondern will dafür einen Erbpachtvertrag abschließen. Das Ganze wird allerdings nur gültig, wenn es dem Paar Schulz/Weber gelingt, alle Genehmigungen für den Betrieb des Cafés in dem Landschaftsschutzgebiet zu bekommen. Bedeutet: Der Beirat für Natur und Umwelt muß noch zustimmen sowie die Bau- und Umweltbehörden.

 


Rheinische Post

22.09.2007

Stromleitung gefährdet Café

Opladen (RP) Das „Café Irrlicht“ im Waldhaus Römer am Opladener Wupperufer nimmt Gestalt an. Doch die potenziellen Betreiber erhielten eine Hiobsbotschaft von der Energieversorgung Leverkusen, die das Projekt in Frage stellt.

VON ROMAN ZILLES
Aufpoliert: Hannsi Weber und Martina Schulz haben für ihr Café im Waldhaus Römer schon eine Menge Vorarbeiten geleistet. „Schnuckelig-gemütlich“ soll das Lokal werden. Aber es gibt eine Hürde. RP-FOTO: UWE MISERIUS

Vor ihren geistigen Augen sehen Martina Schulz und Hannsi Weber schon ganz deutlich, wie es einmal sein wird. Eine Ecke des Cafés soll unbedingt der Kleinkunst vorbehalten werden. „Hier kommt eine Bühne hin“, bemerkt Weber und seine Partnerin ergänzt: „Da können Lesungen, Irish Folk-Abende oder zu Weihnachten ein Harfen-Konzert stattfinden.“ Sogar die Anfrage eines Streich-Quartetts liege bereits vor. Noch allerdings werden Monate vergehen, bis im Waldhaus Römer am Opladener Wupperufer das „Café Irrlicht“ seine kunstvoll verzierte Tür öffnet. „Schnuckelig-gemütlich soll es werden“, sagt Schulz, die im März mit Weber das gut 90 Jahre alte, denkmalgeschützte Fachwerkhaus von der Stadt per Erbpachtvertrag erworben hat. Das Paar übernahm ein verfallenes, marodes Haus und hat seit Mai einiges bewegt.

Neue Kläranlage installiert

Neue Balken, neue Decken, neue Böden, viel Lehm-Putz lassen das Waldhaus inzwischen wieder in einem sehr hübschen Licht glänzen. Der alte Werkzeugschuppen hat sich bereits in ein modernes Toilettenhaus verwandelt, das angeschlossen ist an eine neu installierte Kläranlage. Vieles konnte Weber, der unter anderem Schreiner und Elektriker lernte, selbst machen. „Aber wir haben auch einige Firmen mit ins Boot geholt“, sagt der Opladener. Er erinnert sich noch an seine Schulausflüge zum Waldhaus. „Damals haben uns die Ornithologen die Vögel hier gezeigt.“ Nun ist er selbst der Herr im Haus.

Dort fehlt bislang noch die komplette Inneneinrichtung. Tische und Stühle für das rund 40 Plätze umfassende Café sind gekauft und warten darauf, aufgestellt zu werden. Auch in der Küche fehlen nur noch die Gerätschaften. Die Arbeiten sind also längst auf der Zielgeraden angekommen. Die alten Fenster müssen noch abgeschliffen und lackiert werden, und ein Besuch des Malers steht noch aus. Auch das Konzept steht längst. „Es soll eine kleine Speisekarte und am Wochenende ein Frühstückbüfett geben“, erklärt Schulz.

Einen Eröffnungstermin gibt es aber noch nicht. „Zur Adventszeit wäre schön. Aber wir wollen uns da nicht festlegen.“ Eigentlich können sich die beiden Pächter auch gar nicht festlegen. Denn mitten in die Restaurierung platzte eine böse Nachricht von der EVL. „Die Stromleitung sei nicht für einen Café-Betrieb zugelassen“, klagt Schulz. Eine neue Versorgung, die von der Haus-Vorster-Straße aus gelegt werden müsste, würde den finanziellen Rahmen der beiden sprengen. „Dann wäre es für uns nicht zu realisieren“, sagt Schulz. Aber sie und ihr Partner treiben die Restaurierung trotzdem weiter und arbeiten auf die Eröffnung hin.

Ein Scheitern des Projekts wäre nicht nur ein herber Rückschlag für die beiden Pächter. Auch für die vielen Spaziergänger, die regelmäßig nach den Fortschritten schauen und dem Eröffnungstermin fragen, wäre es eine große Enttäuschung.

 

22.09.2007

Wanderparkplatz anlegen

Opladen (RP) Friedrich Busch hat sich bezüglich der fehlenden Stromleitung bereits auf die Seite der beiden Pächter des Waldhauses Römer geschlagen. Der Bezirksvertreter der FDP appelliert an die Stadt, die nötigen Rahmenbedingungen zu schaffen, um das Betreiben des Cafés zu ermöglichen. Schließlich erfahre das Areal im Gegenzug eine gastronomische Aufwertung und es werde eine öffentliche Toilette zur Verfügung gestellt.

Zudem hat Busch weitere Vorschläge, wie die Opladener Wupperwiesen attraktiviert werden sollten: 1. Der Parkplatz neben der Wupperbrücke Düsseldorfer Straße soll als Wanderparkplatz ausgewiesen wird, damit dieser nicht als Firmenparkplatz des nahen Unternehmens SKF „zweckentfremdet“ werde. 2. Die Mülleimer im Bereich der Rasenflächen an der Wupper sollen öfter geleert werden. Die Abfall-Situation habe in diesem Bereich eine „Rattenplage“ zur Folge und sei mit Blick auf den nahen Kinderspielplatz ein großes Problem. 3. Am neuen Kanuanleger soll ein Warn-Schild angebracht werden, dass das Betreten des Anlegers auf eigene Gefahr erfolge. Zum letzten Punkte teilte die Stadt mit, dass abgewartet werden soll, wie sich die Situation entwickele und ob ein Schild wirklich nötig sei.

 

22.09.2007

Entgegen kommen

Keine Frage: Ein schönes, neues Café, wie es Hannsi Weber und Martina Schulz im Waldhaus Römer planen, wäre eine Bereicherung für das Opladener Wupperufer. Und man darf mit einiger Sicherheit davon ausgehen, dass das Lokal von vielen Ausflüglern gewünscht wird. Weil das Projekt also durchaus von öffentlichem Interesse ist, wäre es ein feiner Zug von Stadt und EVL, wenn sie den potentiellen Betreibern Möglichkeiten aufzeigen würden, wie das Problem mit der Stromleitung zu lösen wäre - etwa, indem die Kosten gedrückt werden oder Weber und Schulz eine angemessene Frist eingeräumt wird, in der sie das Geld aufbringen können. Das wäre ein lobenswerter Beitrag zur Wirtschafts- und Tourismusförderung in der Stadt.

Stefan Schneider

 


Kölner Stadt-Anzeiger

26.10.07, 17:34h

Ein Häuslein steht im Walde

Martina Schulz und Hannsi Weber wollen sich mit dem „Café Irrlicht“ an der Wupper einen Traum erfüllen. Zum Ende der Renovierung tauchen aber überraschende Probleme auf.
Etliche Wände mussten mit Lehmziegeln neu aufgemauert werden.
Außen rustikal, innen vom feinsten:das Toilettenhäuschen.
Eine Treppe führt ins noch nicht ausgebaute Dachgeschoss
VON HARTMUT ZITZEN

Das „Café Irrlicht“ an der Wupper könnte schon bald eröffnet werden - wenn die EVL mitspielt.

Es hat ein bisschen gedauert, bis der Postbote in dieser Woche den ersten Brief an die Adresse Düsseldorfer Straße 90 zustellen konnte. Weder auf Stadtplänen noch in Routenplanern war das dazugehörige Gebäude zu finden. Aber der wackere Briefträger gab nicht auf - und wurde schließlich mitten im Wald an der Wupper fündig. Sein Besuch war eine Riesenüberraschung für Martina Schulz und Hannsi Weber, die schon seit über einem halben Jahr nahezu täglich daran arbeiten, das ehemalige Waldhaus Römer zu sanieren und in ein idyllisches Ausflugslokal mit angeschlossenem Kulturbetrieb zu verwandeln.

Kaffee und Kleinkunst

Das „Café Irrlicht“ soll schon in naher Zukunft nicht nur Spaziergänger und Ausflügler zu einer kurzen Rast locken, sondern auch auf einer Kleinkunstbühne Konzerten, Lesungen und Auftritten anderer Art Raum bieten. Für die Betreiber ginge damit „ein Traum in Erfüllung“, für den sie sich seit Monaten buchstäblich krummlegen. Leicht ist ihnen die Renovierung durch den traurigen Zustand des Häuschens nicht gemacht worden, und noch ist die letzte, womöglich entscheidende Hürde nicht überwunden.

Schon seit fast 100 Jahren steht das Fachwerkhäuschen in idyllischer Lage am Wupperufer. Und bis vor kurzem standen die Chancen mehr als schlecht, dass der 1915 errichtete Wochenendsitz des Fabrikanten Max Römer auch nur ein weiteres Jahrzehnt überdauert. Durch das seit langem undichte Dach hatten Regen, Schnee und Frost Holzbalken und Fachwerk arg zugesetzt; zuletzt hatte sich sogar der Schwamm breitgemacht.

Das für die Sanierung notwendige Geld schien sich nirgendwo auftreiben zu lassen - jedenfalls nicht beim letzten Nutzer, dem Opladener Verein für Vogelschutz. Der hatte sich in seinem Pachtvertrag mit der Stadt zwar verpflichtet, das unter Denkmalschutz stehende Waldhaus in Schuss zu halten, war aber an Aufwand und Kosten gescheitert. Und die Stadt als Eigentümer hatte sich wegen der kritischen Haushaltslage ebenfalls lange bedeckt gehalten.

Bis sich der Bauausschuss Mitte 2005 erbarmte und auf Antrag von Pro Opladen beschloss, wenigstens gegen den Schwamm vorzugehen. Schließlich stelle das Gebäude immer noch einen Wert dar, der aber verloren ginge, wenn man es verrotten ließe, waren die Politiker sich einig. So gaben sie zunächst eine Schwammsanierung in Auftrag. Um das Waldhaus Römer von Grund auf zu renovieren, wäre allerdings deutlich mehr Engagement erforderlich gewesen - damals war von fast 90 000 Euro die Rede. Während die Stadt deshalb nach einem Käufer zu suchen begann, beschlossen Martina Schulz und Hannsi Weber im vergangenen Frühjahr bei einem ihrer zahlreichen Spaziergänge auf dem Wupper-Wanderweg, sich endlich einmal nach dem Eigentümer ihres Traumhäuschens zu erkundigen - und ob es nicht zufällig zu verkaufen wäre.

Fügung des Schicksals oder nicht: Inzwischen gehört ihnen das Waldhaus, das auf einem 700 Quadratmeter großen Erbpacht-Grundstück steht. Hannsi Weber, der das Gebäude schon seit seiner Schulzeit kennt, bringt offenbar die besten Voraussetzungen mit, um Wünschen Taten folgen zu lassen. Als ausgebildeten Schreiner und Elektrotechniker - obwohl im Hauptberuf Musiker - konnte ihn der malade Zustand nicht schrecken, außerdem versicherte er sich der Hilfe ausgewiesener Fachbetriebe, mit deren Unterstützung Decken, Böden und Wände inzwischen denkmalgerecht instandgesetzt oder erneuert worden sind.

Martina Schulz ist zwar keine Handwerkerin, sondern Psychologin, packte aber trotzdem mit an, wo sie konnte, und soll später den gastronomischen Part übernehmen. Für das Kleinkunstprogramm wird ihr Lebensgefährte verantwortlich zeichnen, der über ausgezeichnete Kontakte in die Musik-, Theater- und Kabarettszene verfügt. So könnte nach monatelanger Arbeit wohl schon in wenigen Wochen Eröffnung gefeiert werden - wenn die Betreiber nicht jüngst eine Hiobsbotschaft von der Energieversorgung Leverkusen (EVL) erhalten hätten.

Nach aufwändiger Instandsetzung kann der Kamin den Waldcafè-Gästen in den kalten Wintermonaten Herz und Leib erwärmen

Kabel kostet 17 000

Die bestehende Elektroversorgung reiche keinesfalls für einen gastronomischen Betrieb aus, hieß es plötzlich, und die Verlegung eines neuen Kabels werde rund 17 000 Euro kosten. Diese unkalkulierte Ausgabe gibt der Investitionsrahmen am Ende der aufwändigen Sanierung allerdings nicht mehr her, und in den bisherigen Verhandlungen mit der EVL zeichnet sich noch keine Lösung ab. Ein paar Jahre Zeit, sagt Martina Schulz, brauche sie bei kaufmännisch seriöser Geschäftsführung, um diese Summe abzuzahlen, mehr als ein Jahr wolle die EVL ihr aber nicht geben.

Unterdessen hoffen alle, die den Fortgang der Arbeiten seit dem Sommer mit wachsendem Interesse verfolgen, auf eine baldige Eröffnung des idyllischen Cafés, um sich auf Herbst- und Winterspaziergängen an der Wupper mit einem heißen Getränk wärmen zu können. Und wenn die EVL doch noch mitspielt, müssen auch die Postboten künftig nicht mehr lange nach der richtigen Adresse suchen.

 


Radio Leverkusen

30.10.2007

Radiobericht

über die Schwierigkeiten mit der Stromleitung zum Café Irrlicht

[hier anhören]

 


Rheinische Post

23.11.2007

Waldcafé startet am 1. Advent

Opladen (RP) Das Waldcafé am Opladener Wupperufer ist eingerichtet, die Eröffnung kann gefeiert werden. Das junge Unternehmen im idyllischen Waldstück hat ein Problem: Die Stromhauptleitung ist zu schwach.

VON ROMAN ZILLES
Suchfrage: Das Wupper-Café von Martina Schulz und Hannsi Weber liegt im Wald und trägt die Bezeichnung „Düsseldorfer Straße 90“. RP-Foto: Miserius
Suchfrage: Das Wupper-Café von Martina Schulz und Hannsi Weber liegt im Wald und trägt die Bezeichnung „Düsseldorfer Straße 90“. RP-Foto: Miserius

Gestern, am Opladener Wupperufer: Zwei Herren – einer mit Hund, einer mit Rad – unterhalten sich: „Das Café macht bald auf“, sagt der Radfahrer. „Ja? Schön“, entgegnet der Hundeführer.

Das Gespräch belegt: Immer mehr nimmt das Waldhaus Römer Gestalt an, immer mehr steigt das Interesse der Passanten, und immer näher rückt der Eröffnungstermin. „Am ersten Advent gibt es um 11 Uhr einen Umtrunk, um 14 Uhr öffnen wir dann für die Allgemeinheit“, verrät Martina Schulz. Gemeinsam mit Partner Hannsi Weber kaufte sie das heruntergekommene Fachwerkhaus im Mai. Inzwischen haben sie das vom Hausschwamm besiedelte, denkmalgeschützte Gebäude in ein Schmuckstück verwandelt. Außen wie innen leuchtet das „Café Irrlicht“ regelrecht. Von Balken über Decken und Putz bis zum Toilettenhaus (inklusive Einbau einer Kläranlage) hat das Paar alles erneuert.

Stromleitung ist zu schwach

Gestern wurde der riesige Kühlschrank geliefert. Aber wie Schulz und Weber das Gerät auch drehten und wendeten: Es sperrte sich, an seinen vorbestimmten Platz getragen zu werden. „Dafür finden wir auch noch eine Lösung“, sagt Weber gelassen. Der 2,02 Meter hohe Kühlschrank ist ohnehin nicht das größte Problem des Duos. Die meisten Sorgen bereitet Schulz und Weber das Millimeter-dicke Kabel, das von der Haus-Vorster-Straße Strom bringt.

Das hat sich bei einer Überprüfung durch die EVL als zu leistungsschwach herausgestellt, um damit ein Café zu versorgen. 17 000 Euro soll eine neue, starke Leitung kosten. „Wir befürchten, dass es dort regelmäßig zu Überlastungen kommen könnte“, sagt EVL-Geschäftsführer Wolfgang Sobich. Rechtliche Bedenken gegen eine Café-Eröffnung mit der vermeintlich zu schwachen Leitung bestünden aber nicht. Sprich: Befürchtungen, dass der Strom abgestellt wird, müssen die Pächter nicht hegen.

Es könnte nur sein, dass sich der Strom von selbst abschaltet. Die Nachricht von der schwachen Leitung hatte die Pächter erst während der Renovierung erreicht und ein finanzielles Loch gerissen. Denn in den Verhandlungen mit der Stadt war davon ebenso wenig die Rede wie im von der Verwaltung erstellten Katalog, in dem sich die notwendigen Sanierungs-Maßnahmen finden. „Es ist nicht Aufgabe der Stadt zu prüfen, ob die Infrastruktur ausreicht“, teilte die Verwaltung über eine Sprecherin mit.

Das Energie-Problem hoffen Schulz und Weber unter anderem in den Griff zu bekommen, indem sie zunächst eine reduzierte Auswahl an Speisen anbieten: Neben üblichen Heiß- und Kaltgetränken werde es Kuchen, belegte Brötchen und heiße Suppen geben. Kleine Speisekarte, kleiner Verbrauch, lautet also vorerst die Rechnung. „Aber wir werden die Verlegung der neuen Leitung in Kürze mit der EVL angehen“, verspricht Schulz. Angedacht ist eine Ratenzahlung, die vorsieht, dass Schulz und Weber die ersten Zahlungen aussetzen können. Bis zur ersten Rate sollen nun möglichst viele Euros verdient werden.

 

23.11.2007

Schwache Lei(s)tung

Opladen (RP) Das alte Waldhaus Römer wird aus dem Dornröschen-Schlaf geweckt. Schön gelegen an der Wupper in Opladen, leicht erreichbar für Radler und Fußgänger, so könnte sich das neue Café zur Attraktion entwickeln. Die drei Wupperschiffe in Rheindorf waren eine ähnlich beliebte Adresse für Ausflügler (und eine Trinkoase für manchen radelnden Bayer-Werker...).

Den beiden Cafébetreibern muss man viel Glück wünschen, denn das finanzielle Risiko dieses Projektes hat es in sich, zumal der Besucher das Waldhaus nicht – zumindest nicht legal – per Auto erreichen kann. Bei langem Schlechtwetter kann es ganz schön knapp werden mit der Besucherresonanz. Die Stadt muss sich den moralischen Vorwurf gefallen lassen, auf die schlechte Stromversorgung nicht hingewiesen zu haben. Schließlich gab es eine detaillierte Schadensaufstellung vor dem Hausverkauf. Und die Stadt wusste, dass ein Café mit entsprechendem Strombedarf eingerichtet werden sollte.

 


Kölner Stadt-Anzeiger

30.11.07

Waldcafé wird Sonntag eröffnet

Nach über einem halben Jahr aufwändiger Renovierung haben Martina Schulz und Hannsi Weber es geschafft: Am Sonntag, 2. Dezember, feiern sie die Eröffnung ihres Waldcafés an der Wupper in Opladen. Ab 11 Uhr wird es im „Café Irrlicht“ zunächst einen Umtrunk für geladene Gäste geben, um 14 Uhr beginnt zum ersten Mal der normale Gastbetrieb. (hz)

 


Kölner Stadt-Anzeiger

03.12.07, 10:59h

Waldgaststätte eröffnet


Opladen - Das Café Irrlicht lockt Spaziergänger, Jogger, Radfahrer und Hundehalter zu einer Rast an der Wupper in Opladen. Nicht weit von der "Himmelsleiter" entfernt haben Martina Schulz (links) und Hannsi Weber (rechts) das ehemalige Waldhaus des Fabrikanten Max Römer in mehr als sechsmonatiger Arbeit in ein gemütliches Ausflugslokal verwandelt, in dem sie am Sonntagnachmittag die ersten Gäste empfingen. Das Café hat ab sofort Mittwochs, Donnerstags und Freitags von 9 bis 17 Uhr, Samstags und Sonntags von 10 bis 18 Uhr geöffnet. Montags und Dienstags nehmen sich die Eigentümer vorerst noch Zeit für letzte Reparaturen und Verschönerungsarbeiten. HZ

 


Rheinische Post

05.12.2007

Irrlicht im Hexenhäuschen

Leverkusen (RP) Hexenhäuschen und Irrlichter sind für gewöhnlich der Stoff für gruselige Erzählungen. Martina Schulz und Hannsi Weber haben jedoch gute Chancen, mit ihrer Kombination aus beidem die Urheber einer Geschichte erfreulicheren Inhalts zu werden.

von TOBIAS KRELL

Ein gutes Stück des Weges ist das Duo bereits gegangen. Am Wochenende eröffnete ihr „Café Irrlicht“. Trotz Regen nutzten viele Gäste bereits die Chance, sich von der Wandlung des im Volksmund „Hexenhäuschen“ genannten und vorher doch arg heruntergekommenen Waldhauses Römer zur Oase für Spaziergänger und Radfahrer an der Wupper zu überzeugen.

Was Schulz und Weber geleistet haben ist enorm. Nicht schauerlich-gruselig, sondern gemütlich ist das Lokal mit 40 Sitzplätzen geworden. Der Legende vom Hexenhäuschen begegnen die Café-Betreiber mit Augenzwinkern. „Während der Bauarbeiten kamen öfter auch schon mal Kinder und fragten, ob die Hexe zu Hause sei. Denen habe ich dann gezeigt, wo sie wohnt“, sagt Weber und deutet schmunzelnd vom schmucken Kamin in den Abzug hinauf.

Fürchten muss sich vor dieser angeblichen „Untermieterin“ jedoch offensichtlich niemand. Und passend zur Eröffnung präsentierte sich die Natur von ihrer wenig erbaulichen Seite. Regen, Kälte und starker Wind ließen die Gastlichkeit des Lokals noch einladender erscheinen. Das Wetter im Sommer wird anders sein, jedoch sicher nicht zum Schaden der Betreiber. Denn dann bietet das „Café Irrlicht“ Spaziergängern wie Radfahrern Schatten und Erfrischungen. Und an einer solchen Möglichkeit herrscht entlang der Wupper in diesem Bereich großer Mangel – im Gegensatz zu schaurigen Legenden über das Hexenhäuschen.

 


Café Irrlicht
Inh. Martina Schulz
Düsseldorfer Str. 90
51379 Opladen
Tel.: 02171 / 7774466
eMail: Cafe@Irrlicht-Opladen.de
Internet: www.cafe-irrlicht.de
Öffnungszeiten: Di - Do   10:00 - 17:00 Uhr
Sa + So   10:00 - 18:00 Uhr